Robinhood: Krypto-Einnahmen sinken, andere Sparten boomen

Robinhood verzeichnete im vierten Quartal 2025 einen deutlichen Rückgang der Krypto-Einnahmen um 38 % auf 221 Millionen US-Dollar. Dieser Trend unterstreicht die Auswirkungen des Krypto-Winters auf Privatanleger, während andere Geschäftsbereiche des Online-Brokers florieren.

Der Online-Broker Robinhood hat im vierten Quartal 2025 einen signifikanten Umsatzrückgang im Kryptohandel gemeldet. Die Einnahmen fielen auf 221 Millionen US-Dollar, was einem Rückgang von 38 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dies deutet darauf hin, dass der sogenannte ‚Krypto-Winter‘ sich stärker in den Geschäftszahlen von Brokern und im Verhalten von Privatanlegern widerspiegelt als in reinen On-Chain-Daten.

Trotz des Einbruchs im Kryptobereich stiegen die gesamten Netto-Einnahmen von Robinhood im vierten Quartal 2025 um 27 % auf insgesamt 1,28 Milliarden US-Dollar. Dies ist auf ein starkes Wachstum in anderen Geschäftsfeldern zurückzuführen. Die Einnahmen aus dem Optionshandel wuchsen um 41 % auf 314 Millionen US-Dollar, während der Aktienhandel eine Steigerung von 54 % auf 94 Millionen US-Dollar verzeichnete. Auch die Nettozinserträge trugen mit einem Plus von 39 % auf 411 Millionen US-Dollar zum Gesamtergebnis bei. Diese Entwicklung zeigt eine klare Diversifizierung der Einnahmequellen des Unternehmens.

Der Rückgang im Kryptosektor wird auf eine verminderte Aktivität von Gelegenheitsnutzern zurückgeführt, die sich bei erster Gelegenheit vom Markt zurückziehen.

Das Handelsvolumen für Kryptowährungen über die Robinhood-App sank im Jahresvergleich um 52 % auf 34 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal 2025. Ein signifikanter Teil des nominalen Krypto-Volumens von 82 Milliarden US-Dollar wurde durch die Akquisition von Bitstamp beeinflusst.

Ähnliche Entwicklungen sind auch bei anderen Krypto-Brokern zu beobachten. Coinbase meldete für dasselbe Quartal einen Rückgang der Verbrauchertransaktionsumsätze um 45,52 % auf 733,9 Millionen US-Dollar. Dies untermauert die These einer ‚Partizipationsrezession‘ bei Privatanlegern, selbst wenn die Preise von Kryptowährungen wie Bitcoin durch institutionelle Käufer und strukturierte Produkte gestützt werden.