Der DeFi Education Fund (DEF) hat seine Klage gegen die US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) zurückgezogen. Dies geschah als Reaktion auf erste Signale der SEC-Krypto-Arbeitsgruppe, die auf einen möglichen Ausnahmerahmen für bestimmte Airdrops hindeuten könnten.
Im März 2024 reichte der DeFi Education Fund zusammen mit Beba LLC eine Klage bei einem Bundesgericht in Texas ein. Ziel war es, eine gerichtliche Klärung zu erwirken, dass Krypto-Airdrops keine Wertpapiergeschäfte darstellen. Die Kläger argumentierten, dass Airdrops keine Geldanlage im Sinne des Howey-Tests erfordern und somit nicht als Wertpapiere klassifiziert werden sollten.
Die Klage warf der SEC vor, durch „Regulierung durch Durchsetzung“ eine Politik zu verfolgen, ohne formelle Regelsetzungsverfahren einzuhalten. Dieser Ansatz markierte eine offensive Strategie der Krypto-Industrie, die sich zuvor oft defensiv verhalten hatte.
Die Kläger warfen der SEC vor, durch „Regulierung durch Durchsetzung“ eine De-facto-Politik zu verfolgen, ohne die vorgeschriebenen förmlichen Regelsetzungsverfahren einzuhalten.
Der Rückzug der Klage erfolgte nach Kommentaren von SEC-Kommissarin Hester Peirce, die die Krypto-Arbeitsgruppe leitet. Der DeFi Education Fund interpretierte diese Äußerungen als mögliche Öffnung für klarere Richtlinien, die bestimmte Token-Airdrops von der Wertpapierregulierung ausnehmen könnten.
Der Rückzug „ohne Präjudiz“ ermöglicht es den Klägern, die Klage zu einem späteren Zeitpunkt erneut einzureichen, falls die erwarteten Regelungen ausbleiben. Dieser Schritt ist Teil eines breiteren Wandels in der Beziehung zwischen der Krypto-Industrie und der SEC.
Im Februar 2025 zog die SEC ihren Einspruch gegen ein Urteil zurück, das die Anwendung von Wertpapiergesetzen auf Kryptonutzer und DeFi-Dienste einschränkt. Im Januar 2025 übernahm Hester Peirce die Leitung der Krypto-Arbeitsgruppe mit der Priorität, digitale Vermögenswerte zu klassifizieren.




