Solana: 17 Tage negative Funding Rates: Bärische Stimmung

Die Kryptowährung Solana (SOL) erlebt eine ungewöhnliche 17-tägige Serie negativer Funding Rates. Dieser Indikator aus dem Derivatemarkt signalisiert eine deutliche Verschiebung der Marktstimmung und könnte zukünftige Preisentwicklungen beeinflussen.

Funding Rates sind periodische Zahlungen zwischen Händlern an Perpetual-Futures-Märkten. Ihr Zweck ist es, den Futures-Preis an den Kassapreis des Basiswerts anzugleichen und die Dominanz von Käufer- (Long) oder Verkäufer- (Short) Positionen widerzuspiegeln.

Negative Funding Rates treten auf, wenn der Perpetual-Kontraktpreis unter dem Kassapreis liegt. Dies bedeutet, dass Inhaber von Short-Positionen an Inhaber von Long-Positionen zahlen. Es deutet auf eine bärische Marktstimmung hin, bei der mehr Marktteilnehmer auf fallende Preise wetten. Laut Krypto-Kommentator Ted auf X ist dies die stärkste negative Stimmung seit mindestens zweieinhalb Jahren.

Solana hat im letzten Monat einen Preisverlust von 37,38 % verzeichnet und liegt etwa 70 % unter seinem Allzeithoch.

Die anhaltend negativen Funding Rates, mit einem durchschnittlichen Satz von -0,0222 per 8. Februar 2026, deuten auf eine tiefergehende pessimistische Erwartung der Händler hin. Dies könnte, solange der Spot-Kaufdruck schwach bleibt, zu einem fortgesetzten Abwärtstrend führen.

Alternativ besteht das Potenzial für einen ‚Short Squeeze‘. Eine Erschöpfung des Verkaufsdrucks nach vielen Short-Positionen könnte eine schnelle Aufwärtsbewegung auslösen, da extreme negative Funding Rates kurzfristig Gleichgewichte wiederherstellen können.

Ähnlich extreme negative Funding Rates wurden bei Solana im September 2023 (bei 20 $) und im November 2022 (bei 8 $) beobachtet.

Diese historischen Ereignisse unterstreichen die Seltenheit der aktuellen Situation. Funding Rates werden durch Marktdynamiken wie Angebot, Nachfrage, Hebelwirkung und Volatilität beeinflusst und sind entscheidend für das Marktgleichgewicht.