Donald Trump hat Kevin Warsh als Nachfolger von Jerome Powell für den Vorsitz der US-Notenbank Federal Reserve nominiert. Die offizielle Bekanntgabe erfolgte am 4. März 2026, nachdem Trump seine Absicht bereits Ende Januar über Truth Social mitgeteilt hatte. Warshs Kandidatur wird von Finanzmärkten und der Kryptowelt aufmerksam beobachtet.
Kevin Warsh, der von 2006 bis 2011 Mitglied des Gouverneursrats der Federal Reserve war, gilt als erfahrener Kenner der Geldpolitik und Finanzmärkte. Bereits 2017 war er ein Kandidat für den Fed-Vorsitz. Trump lobte Warsh als einen der „besten“ Fed-Vorsitzenden aufgrund seiner umfassenden Erfahrung.
Warsh hat eine bemerkenswerte Haltung zu Bitcoin und Kryptowährungen. Er bezeichnet Bitcoin als ein „wichtiges Asset“, das als „guter Aufpasser“ für politische Entscheidungsträger dienen kann, um deren Handlungen zu bewerten. Er sieht darin einen „nachhaltigen Wertspeicher“, ähnlich wie Gold, und nicht als Ersatz für den US-Dollar. Dennoch äußerte er sich kritisch zur Volatilität von Bitcoin, was seine Eignung als Zahlungsmittel einschränkt. Zudem sprach er sich für die Entwicklung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) in den USA aus, um Chinas digitalem Yuan entgegenzuwirken.
Bitcoin wird nicht als Ersatz für den US-Dollar gesehen, sondern als nachhaltiger Wertspeicher, ähnlich wie Gold.
Die Nominierung von Warsh, einem bekannten geldpolitischen Falken, der eine straffere Politik und höhere Realzinsen befürwortet, sorgte anfänglich für eine „Risk-off“-Stimmung an den Märkten und einen Rückgang des Bitcoin-Kurses. Allerdings schloss Warsh auch Zinssenkungen bei entsprechender Datenlage nicht aus.
Warsh gilt als geldpolitischer Falke, der eine straffere Politik und höhere Realzinsen befürwortet.
Die Nominierung muss noch vom US-Senat bestätigt werden. Während republikanische Senatoren Warshs Qualifikationen positiv bewerten, kündigte Senator Thom Tillis an, alle Fed-Nominierungen zu blockieren, solange eine Untersuchung gegen Jerome Powell läuft.




