Elf US-Senatoren haben eine Bundesuntersuchung der Kryptobörse Binance wegen möglicher Verstöße gegen Sanktions- und Geldwäschevorschriften gefordert. Sie drängen auf eine Überprüfung der Compliance-Kontrollen des Unternehmens.
Elf US-Senatoren haben in einem Schreiben an Finanzminister Scott Bessent und Generalstaatsanwältin Pamela Bondi eine umfassende Überprüfung der Einhaltung von Sanktions- und Anti-Geldwäsche-Vorschriften (AML) durch die Kryptobörse Binance gefordert. Die Senatoren äußerten Bedenken hinsichtlich der Wirksamkeit von Binances Schutzmaßnahmen zur Verhinderung illegaler Gelder, insbesondere von sanktionierten Entitäten. Senator Richard Blumenthal leitet separat eine eigene Untersuchung und fordert interne Dokumente an.
Berichte deuten auf rund 1,7 Milliarden US-Dollar an digitalen Vermögenswerten hin, die über Binance an iranische Entitäten, darunter mit Terrororganisationen verbundene Gruppen, geflossen sein sollen.
Die Senatoren verweisen auf Medienberichte, die über einen Geldfluss von etwa 1,7 Milliarden US-Dollar an digitale Vermögenswerte an iranische Entitäten berichten. Darunter seien auch Gruppen mit Verbindungen zu Terrororganisationen wie den Huthi-Rebellen und den Revolutionsgarden. Zudem sollen über 1.500 Binance-Konten von Nutzern im Iran genutzt worden sein. Bedenken bestehen auch bezüglich möglicher Umgehungen russischer Sanktionen.
Weitere Vorwürfe betreffen die angebliche Entlassung oder Disziplinierung von Compliance-Mitarbeitern, die verdächtige Transaktionen bemerkt hatten. Es wird ebenfalls behauptet, dass Binance weniger kooperativ bei Anfragen von Strafverfolgungsbehörden sei. Die Senatoren warnen, dass dies im Widerspruch zu den Verpflichtungen aus der Vergleichsvereinbarung von 2023 stünde. Die Gesetzgeber zeigen sich zudem besorgt über neu eingeführte Produkte, die Sanktionsumgehungen erleichtern könnten.
Binance weist die Vorwürfe zurück und betont, verdächtige Aktivitäten identifiziert und den Behörden gemeldet zu haben.
Binance hat die Vorwürfe zurückgewiesen und erklärt, dass verdächtige Aktivitäten identifiziert und den Behörden gemeldet wurden. Das Unternehmen bestreitet die Zulassung iranischer Nutzer und bezeichnet Behauptungen über Vergeltungsmaßnahmen gegen Compliance-Mitarbeiter als falsch. CEO Richard Teng nannte einige Berichte „ungenau und diffamierend“. Im Jahr 2023 hatte Binance bereits wegen Verstößen gegen US-Sanktionsgesetze und AML-Vorschriften eine Strafzahlung von über 4 Milliarden US-Dollar vereinbart und sich einer fünfjährigen Aufsicht unterworfen. Die Senatoren forderten eine Antwort der Behörden bis zum 13. März.




