Die U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC) steht kurz vor der Veröffentlichung eines Regulierungsrahmens für Krypto-Perpetual-Futures. Dies könnte den US-Markt für digitale Derivate maßgeblich beeinflussen und neue Chancen für spezialisierte Plattformen eröffnen, indem es die Liquidität zurück in die Vereinigten Staaten lenken soll. Die erwartete Neuregelung zielt darauf ab, Transparenz und Risikomanagement zu stärken.
Perpetual-Futures, auch „Perps“ genannt, sind Finanzderivate, die es Händlern erlauben, auf Preisentwicklungen von Kryptowährungen zu spekulieren, ohne die zugrundeliegenden Assets physisch zu besitzen. Im Gegensatz zu traditionellen Futures besitzen sie kein Verfallsdatum und können unbegrenzt gehalten werden, solange die Margin-Anforderungen erfüllt sind. Ein Finanzierungssatz (funding rate) wird verwendet, um den Preis des Perpetual-Futures eng an den Spotpreis des Basiswerts zu koppeln. Diese Produkte ermöglichen den Handel mit Hebelwirkung, was sowohl potenzielle Gewinne als auch Verluste verstärken kann.
CFTC-Vorsitzender Mike Selig kündigte auf der Milken Institute’s Future of Finance Konferenz an, dass die CFTC in den kommenden Wochen „echte Perpetual Futures“ in den USA ermöglichen werde. Derzeit findet der Großteil des Handels mit diesen Produkten auf Offshore-Börsen statt, da in den USA eine klare regulatorische Struktur fehlte. Selig betonte die Notwendigkeit, verlorene Liquidität, die in den letzten Jahren abgewandert ist, zurück in den US-Markt zu holen.
Die USA müssen Liquidität zurückgewinnen, die in den letzten Jahren in Jurisdiktionen wie Asien, Europa und den Bahamas abgewandert ist.
Hyperliquid, eine dezentrale Börse (DEX) spezialisiert auf Perpetual-Futures, die auf einer eigenen Layer-1-Blockchain für Hochfrequenz-Derivatehandel operiert, sieht in dieser Entwicklung eine bedeutende Wachstumschance. Die Plattform hat im Juli 2025 ein Handelsvolumen von 320 Millionen US-Dollar verzeichnet, was einem monatlichen Wachstum von 47 % entspricht. Seit dem Start im Jahr 2023 hat Hyperliquid über 2,5 Billionen US-Dollar zum kumulierten Volumen von On-Chain-Perpetual-Plattformen beigetragen und hält 80 % des dezentralen Perpetual-Marktes mit über 8 Milliarden US-Dollar täglichem Volumen.
Das „Hyperliquid Policy Center (HPC)“ wurde mit einem Zuschuss von 1 Million HYPE-Token gegründet, um aktiv mit Gesetzgebern und Aufsichtsbehörden zusammenzuarbeiten. Ziel ist die Gestaltung klarer Regeln für Perpetual-Derivate in dezentralen Märkten. Jake Chervinsky, Leiter des HPC, hebt die Vorteile von Perpetual-Kontrakten gegenüber traditionellen Futures und Optionen hervor und befürwortet regulatorische Klarheit. Die Öffnung des US-Marktes unter einem klaren Regulierungsrahmen könnte Hyperliquid erweiterten Zugang zu Liquidität und Nutzern verschaffen.
Perpetual-Kontrakte bieten praktische Vorteile gegenüber traditionellen Futures und Optionen, was regulatorische Klarheit umso wichtiger macht.




