USA: Streit um Regulierung von Prognosemärkten entbrannt

Die U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC) unter Michael Selig wehrt sich gegen staatliche Regulierungsversuche von Prognosemärkten. Selig betont die bundesweite Zuständigkeit der CFTC und kritisiert die Einstufung als Glücksspiel durch einzelne Bundesstaaten.

CFTC-Vorsitzender Michael Selig hat eine Neuausrichtung der US-Politik für Prognosemärkte eingeleitet. Er hob frühere Richtlinien auf und kündigte neue Regeln an. Selig verteidigt die Position der CFTC, dass diese Märkte unter die Bundesaufsicht fallen sollten. Er argumentiert, dass amerikanische Prognosemärkte legitime wirtschaftliche Zwecke erfüllen, wie Risikobewertung und Informationsaggregierung.

„Amerikanische Prognosemärkte erfüllen legitime wirtschaftliche Zwecke und dienen zur Risikobewertung sowie zur Informationsaggregierung.“

Die CFTC hat ihre Haltung verschärft und sich direkt in Gerichtsverfahren eingeschaltet. Am 17. Februar 2026 reichte die CFTC einen Schriftsatz bei einem US-Berufungsgericht ein, um ihre Zuständigkeit für Prognosemarkt-Plattformen zu verteidigen. Dies geschah zur Unterstützung der Handels-App Crypto.com im Streit mit dem Nevada Gaming Control Board, das Prognosemärkte als nicht lizenzierte Sportwetten einstufte.

Mehrere Bundesstaaten, darunter Massachusetts, Nevada und Connecticut, haben Klagen gegen dominierende Plattformen wie Kalshi und Polymarket eingereicht. Ihnen wird vorgeworfen, staatliche Glücksspiel- oder Sportwettengesetze zu verletzen. Landesweit sind fast 50 Klagen gegen von der CFTC registrierte Börsen anhängig, da Ereigniskontrakte als Glücksspiel betrachtet werden.

Mehrere Staaten klagen gegen Prognosemarkt-Plattformen wegen Verstoßes gegen Glücksspielgesetze, was zu fast 50 Klagen gegen CFTC-registrierte Börsen führte.

Selig widerspricht der Klassifizierung von Ereigniskontrakten als Glücksspiel und betont die ausschließliche Zuständigkeit der CFTC. Bereits 1992 erkannte die CFTC Ereigniskontrakte an, als sie den Iowa Electronic Markets den Handel mit Kontrakten auf Unternehmensergebnisse und Präsidentschaftswahlen genehmigte. Im Januar 2026 zog Selig einen Regelentwurf zurück, der bestimmte Kontrakte verboten hätte, und widerrief eine Richtlinie zu Sport-Ereigniskontrakten.

Das wöchentliche kombinierte Volumen der Prognosemärkte wird auf 4,3 bis 5,3 Milliarden US-Dollar geschätzt. Die benutzerfreundliche Gestaltung macht diese Plattformen beliebt.