WLFI: Trump-Projekt gewährt Super-Nodes exklusiven Team-Zugang

Das Kryptowährungsprojekt World Liberty Financial (WLFI), mit Verbindungen zur Familie Trump, hat einen umstrittenen Vorschlag angenommen. Token-Inhaber, die 5 Millionen US-Dollar investieren, erhalten nun direkten Zugang zum Projektteam.

Der nunmehr angenommene Vorschlag sieht vor, dass Investoren, die mindestens 50 Millionen WLFI-Token staken, den Status eines „Super Node“ erhalten. Dieser Status gewährt für sechs Monate Zugang zu den Geschäftsentwicklungs- und Führungsteams, um potenzielle Partnerschaften zu besprechen. Laut einem Projektsprecher handelt es sich dabei um einen „bevorzugten“ Zugang, der jedoch keine Garantie für eine Partnerschaft darstellt.

Derzeit sind 50 Millionen WLFI-Token etwa 5 Millionen US-Dollar wert. Die „Super Nodes“ sollen in einem Prozess mit strengen Standards ernst genommen werden. Trotz der Nennung von Eric Trump, Donald Trump Jr. und Barron Trump im Support-Team des Unternehmens wird klargestellt, dass diese Familienmitglieder nicht an den direkten Kommunikationsabsprachen für „Super Node“-Investoren teilnehmen werden.

Kritiker äußerten Bedenken, dass die Schaffung einer privilegierten Schicht von Token-Inhabern das ursprüngliche Versprechen untergräbt, den Zugang zu Finanzmitteln zu demokratisieren.

Die Abstimmung über den Vorschlag, die am 12. März abgeschlossen wurde, erhielt eine Zustimmungsrate von 99 %. Teil des Vorschlags ist auch die Entfernung von Stimmrechten für nicht gesperrte Token, es sei denn, diese werden für mindestens 180 Tage gestaked. Diese Staker erhalten eine jährliche Rendite von 2 % in WLFI-Token.

Frühere Berichte deuteten darauf hin, dass World Liberty Financial eine Plattform schaffen wollte, die Kryptowährungen einem breiteren Publikum zugänglich macht. Eine Analyse von Reuters ergab jedoch, dass die Trump-Familie in der ersten Jahreshälfte 2025 über 460 Millionen US-Dollar von WLFI erhalten hat, wobei rund 75 % der Erlöse aus neuen Token-Verkäufen direkt an die Trumps fließen. Ein fehlender Zeitplan für die Token-Freigabe bleibt ein Kritikpunkt.