Hackerangriff auf Keystone: Daten und Wallets betroffen

Der Hardware-Wallet-Hersteller Keystone wurde Opfer eines Hackerangriffs, bei dem ein Sicherheitsschlüssel zur Echtheitsüberprüfung entwendet wurde. Angreifer nutzten eine Schwachstelle in einem externen Überwachungstool aus, um gefälschte Wallets herzustellen.

Der Hardware-Wallet-Hersteller Keystone wurde Opfer eines Hackerangriffs, bei dem ein Sicherheitsschlüssel zur Echtheitsüberprüfung von Geräten entwendet wurde. Angreifer nutzten eine Schwachstelle in einem externen Überwachungstool der Website aus, um ihre Zugriffsrechte auszuweiten, und konnten gefälschte Wallets herstellen, die als Originale erkannt werden.

Als Reaktion auf den Vorfall vernichtet Keystone 18.835 Hardware-Wallets aus dem Lagerbestand. Die Auslieferung betroffener Modelle wurde gestoppt und soll erst nach der Produktion von Geräten mit einem neuen Schlüssel wieder aufgenommen werden.

Geräte, die vor dem Angriff am 20. Oktober hergestellt und ausgeliefert wurden, gelten weiterhin als sicher. Bei später zugestellten Geräten kann das Unternehmen die Echtheit nicht garantieren. Betroffene Kunden sollen sich für eine Überprüfung an den Support wenden.

Wir werden dich nicht auffordern, dein Gerät zurückzusenden.

Möglicherweise erbeuteten die Angreifer 25.964 Käuferdatensätze aus den Jahren 2024 bis 2026 sowie 12.873 Datensätze aus nicht abgeschlossenen Bestellungen. Ein fehlerhaftes Löschsystem hatte die fristgerechte Entfernung verhindert.

Wir haben unsere Verpflichtung, Kundendaten rechtzeitig zu löschen, nicht erfüllt und übernehmen dafür die Verantwortung.

Die Speicherfrist für persönliche Kundendaten wird von 180 auf 90 Tage verkürzt, und überfällige Daten sollen bis zum 3. November bei Shopify gelöscht werden.

Der Vorfall bei Keystone reiht sich in weitere Sicherheitsvorfälle bei anderen Herstellern ein: Im Juli 2026 gab es eine Schwachstelle in der Firmware von Coldcard, und auch die Lieferketten von Ledger wurden kürzlich angegriffen.