Bhutan lagert staatliches Bitcoin-Treasury an 3iQ aus

Der kanadische Digitalvermögensverwalter 3iQ Corp. hat am 30. Juli 2026 eine wegweisende Partnerschaft mit der Gelephu Mindfulness City in Bhutan bekannt gegeben. Ziel dieser Vereinbarung ist es, Renditen auf das staatliche Bitcoin-Guthaben durch risikoarme, marktneutrale Strategien zu erwirtschaften.

Am 30. Juli 2026 gaben der kanadische Digitalvermögensverwalter 3iQ Corp. und die Gelephu Mindfulness City, das geplante Finanzhub des Himalaya-Königreichs Bhutan, ihre Partnerschaft bekannt. Dies gilt als der erste dokumentierte Fall, in dem ein staatliches Bitcoin-Treasury von einem externen Unternehmen verwaltet wird.

Unter der Vereinbarung übernimmt 3iQ die Verwaltung eines Teils der Bitcoin-Reserven von GMC. Die genaue Menge dieses Segments wurde jedoch nicht offengelegt. Zusätzlich plant 3iQ eine physische Präsenz in Gelephu aufzubauen, in lokale Talente zu investieren und den Wissenstransfer an bhutanische Mitarbeiter zu unterstützen.

Der CEO von 3iQ betonte dabei eine Verpflichtung zu einem verantwortungsvollen und transparenten Kapitalmanagement.

Die Finanzierung der Gelephu Mindfulness City hat einen royalen Ursprung. Im Dezember 2025 stellte König Jigme Khesar Namgyel Wangchuck bis zu 10.000 BTC aus den nationalen Beständen Bhutans zur Verfügung, um die Entwicklung der Stadt zu unterstützen. GMC soll ein robustes digitales Offshore-Finanzzentrum mit den Leitprinzipien Achtsamkeit und Nachhaltigkeit werden.

Bhutan hat eine Bevölkerung von rund 802.000 Menschen. Die nationalen Bitcoin-Bestände des Landes beliefen sich Mitte 2026 auf etwa 5.600 BTC, nach früheren Höchstwerten von fast 13.000 BTC. Damit zählt Bhutan weiterhin zu den zehn größten staatlichen Bitcoin-Inhabern weltweit. 3iQ selbst ist eine mehrheitlich im Besitz befindliche Tochtergesellschaft der japanischen Coincheck Group.

Der Quelltext weist darauf hin, dass marktneutrale Strategien nicht risikofrei sind. Sie hängen von Gegenparteien, Handelsplätzen und der Ausführungsqualität ab, was zu Risiken führt, die ein Cold Wallet nicht hat. Zudem wirft die Kombination aus der royalen Zuweisung von 10.000 BTC und den nationalen Reserven Fragen zur genauen Struktur auf.