Bitcoin wird 18: Die Geschichte des Whitepapers

Vor genau 18 Jahren stellte Satoshi Nakamoto das Bitcoin-Whitepaper vor. Das Projekt begann als elektronisches Geldsystem ohne Banken und hat sich zu einer etablierten Anlageklasse entwickelt.

Am 31. Oktober feiert Bitcoin seinen 18. Geburtstag. Vor genau 18 Jahren stellte Satoshi Nakamoto das Whitepaper mit dem Titel „Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System“ vor, welches bis heute die technischen Grundlagen der Kryptowährung festlegt. Das Projekt begann ursprünglich innerhalb der Cypherpunk-Szene als elektronisches Geldsystem ohne Banken oder zentrale Vermittler.

„Ich habe an einem neuen elektronischen Bargeldsystem gearbeitet, das vollständig auf dem Peer-to-Peer-Prinzip beruht und keine Vertrauensperson benötigt. […]“

Zu den wichtigsten Eigenschaften, die in dem neunseitigen Dokument genannt werden, gehören die Verhinderung von Double Spends durch ein Peer-to-Peer-Netzwerk, das Fehlen einer Zentralbank oder anderer vertrauenswürdiger Parteien sowie die Anonymität der Teilnehmer. Zudem werden neue Coins über Hashcash-ähnliche Proof-of-Work-Verfahren erzeugt, die gleichzeitig das Netzwerk absichern.

Das Dokument legt dar, dass sich der E-Commerce bei elektronischen Zahlungen auf Finanzinstitute als vertrauenswürdige Drittparteien stützt, was zu Schwächen des vertrauensbasierten Modells führt. Satoshi Nakamoto betonte im Dokument gleich achtmal, dass Bitcoin die erste dezentrale Lösung des Double-Spend-Problems ist. Dies bietet eine Alternative zum Bankensektor, dem spätestens seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr vertraut werden könne.

18 Jahre nach der Veröffentlichung hat sich Bitcoin als eigenständige Anlageklasse etabliert. Die Kryptowährung wird an regulierten Börsen gehandelt, ist Teil institutioneller Anlageprodukte und fester Bestandteil der internationalen Finanzmärkte.

Die Identität des Erfinders ist auch nach 18 Jahren ungeklärt. Wiederholt gab es Personen, die behaupteten, das Pseudonym zu sein. Der australische Unternehmer Craig Wright beanspruchte die Identität für sich und machte 2021 Urheberrechtsansprüche auf das Whitepaper geltend, was in der Community auf Widerstand stieß und zu weltweitem Hosting führte.

Als Reaktion auf die Urheberrechtsansprüche wurde das Papier unter anderem auf bitcoin.org und Universitätsservern weltweit gehostet. Mittlerweile ist durch ein Gericht festgestellt worden, dass Craig Wright nicht Satoshi Nakamoto ist.