Australien plant umfassenden Krypto-Regulierungsrahmen

Australien macht einen bedeutenden Schritt zur Regulierung von Kryptowährungen, indem es einen neuen Gesetzentwurf vorschlägt, der digitale Vermögenswerte in das bestehende Finanzdienstleistungssystem integrieren soll. Ziel ist es, den Verbraucherschutz zu erhöhen und die Marktintegrität zu stärken, um mehr Sicherheit für Anleger und Innovatoren zu schaffen.

Ein vom australischen Senatsausschuss für Wirtschaftsgesetzgebung geprüfter Gesetzentwurf namens „Corporations Amendment (Digital Assets Framework) Bill 2025“ soll voraussichtlich im März 2026 verabschiedet werden. Dieser wurde bereits im November 2025 vom Finanzministerium eingebracht und passierte das Repräsentantenhaus am 4. Februar 2026. Der Vorschlag zielt darauf ab, regulatorische Lücken zu schließen und Innovationen im Bereich digitaler Finanzen zu unterstützen.

Die Gesetzgebung konzentriert sich auf ‚Digital Asset Platforms‘ (DAPs) und ‚Tokenised Custody Platforms‘ (TCPs) und behandelt sie als Finanzprodukte, sofern es sich nicht um verwaltete Anlagen handelt.

Plattformen, die digitale Vermögenswerte für Kunden halten oder deren Handel erleichtern, müssen zukünftig eine australische Finanzdienstleistungslizenz (AFSL) von der Australian Securities and Investments Commission (ASIC) erwerben. Dies bringt ihnen ähnliche Verpflichtungen wie traditionellen Finanzdienstleistern, einschließlich der Pflicht, effizient, ehrlich und fair zu handeln, sowie Offenlegungspflichten und Mindestkapitalanforderungen.

Sollte der Gesetzentwurf in Kraft treten, erhalten Anbieter ohne AFSL eine sechsmonatige Übergangsfrist, um die erforderlichen Genehmigungen zu beantragen und die neuen Bestimmungen zu erfüllen. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer bisher fragmentierten Regulierung digitaler Vermögenswerte in Australien, die oft als unklar und unfair kritisiert wurde.

Die Kryptobranche in Australien hat den allgemeinen Ansatz der Gesetzgebung positiv aufgenommen, fordert aber auch klarere Regeln zur Vermeidung von Verwirrung.

Das überarbeitete Rahmenwerk soll die regulatorische Sicherheit erhöhen und gleichzeitig Innovationen im Bereich der digitalen Finanzen fördern, indem es klare Richtlinien für Intermediäre schafft.