Open-Source-Projekt Tether: iPhone mit Linux verbinden

Das Open-Source-Entwicklertools-Projekt Tether auf GitHub stellt keine Verbindung zum Emittenten des USDT-Stablecoins her, sondern verbindet iPhones mit Linux-Desktops. Die am 19. August 2026 veröffentlichte Version 0.2.0 brachte dabei neue Bluetooth-Funktionen für Nachrichten und Benachrichtigungen.

Bei dem Projekt Tether handelt es sich um ein Repository auf GitHub unter dem Namen zackb/tether. Die Namensübereinstimmung mit dem USDT-Stablecoin-Emittenten ist ein reiner Zufall. Das System verbindet iPhones mit Linux-Desktops, die Wayland ausführen.

Die Version 0.2.0 wurde am 19. August 2026 veröffentlicht und fügte Bluetooth-Unterstützung hinzu. Dadurch können Linux-Desktops SMS- und iMessage-Konversationen, Kontakte und App-Benachrichtigungen über Bluetooth von einem iPhone lesen, ohne dass zusätzliche Installationen auf dem iPhone erforderlich sind. Zudem brachte das Update Zwischenablage-Synchronisation und Dateitransfer zwischen Telefon und Desktop.

Das Linux-Gerät emuliert ein gekoppeltes Bluetooth-Zubehör, das vom iPhone bereits vertraut wird, und stützt sich auf Standard-Bluetooth-Profile.

Technisch stützt sich das Projekt auf Standard-Bluetooth-Profile. Dazu gehören MAP für Nachrichten, PBAP für das Adressbuch und ANCS für Benachrichtigungen.

Auf der Linux-Seite wird BlueZ als Bluetooth-Software-Stack genutzt. Für die volle Funktionalität ist BlueZ in Version 5.86 oder höher erforderlich, wobei experimentelle Funktionen eingeschaltet sein müssen. Zur Einrichtung dienen die Befehle tether –bt-setup und tether –bt-pair. Nach der Kopplung müssen auf dem iOS-Gerät Berechtigungen für Benachrichtigungen und Kontakte erteilt werden.

Im frühen November 2026 erschienen Dokumentationsupdates, die Verbesserungen für ANCS über den klassischen Bluetooth-Modus BR/EDR, die Behandlung von Dual-Bonds sowie erweiterte Anleitungen zur Fehlerbehebung brachten.

Zu den Einschränkungen gehört, dass BlueZ 5.86+ mit experimentellen Funktionen erforderlich ist, was bei einigen Distributionen Aktualisierungen erfordert und Stabilitätsvorbehalte mit sich bringt. Zudem erweitern Desktop-Berechtigungen für sensible Daten den Kreis der Geräte, die persönliche Daten halten.