Laut Michael Saylor kann Strategy künftig ohne neue Aktien oder steigende Bitcoin-Kurse auskommen. Die Bilanz bietet Raum für Milliarden an digitalem Kredit, gestützt durch den Bitcoin-Bestand.
Auf der Q3-Earnings-Call von Strategy am 30. Oktober 2026 erklärte Michael Saylor, dass das Unternehmen künftig ohne die bisherigen Haupttreiber wie Bitcoin-Kurssteigerungen oder die Ausgabe neuer Aktien auskommen kann.
Die Grundlage dafür bildet der große Bitcoin-Bestand des Unternehmens von rund 848.517 BTC. Dieser dient als Sicherheit, um Kreditprodukte auszugeben, ohne auf weitere Kursanstiege warten zu müssen.
Dieser strategische Wandel erfolgt vor dem Hintergrund, dass die MSTR-Aktie im Laufe des vergangenen Jahres um etwa 44 Prozent gefallen ist. Laut Saylor verfügt die Bilanz über die Kapazität, zwischen 10 Milliarden und 30 Milliarden US-Dollar an digitalem Kredit zu erzeugen.
Strategy verfügt über die Kapazität, zwischen 10 Milliarden und 30 Milliarden US-Dollar an digitalem Kredit zu erzeugen, gestützt durch den großen Bitcoin-Bestand als Sicherheit.
Strategy unterteilt seine Finanzprodukte in ein dreistufiges Kapitalsystem: digitales Kapital als Bitcoin, digitale Aktien wie MSTR-Stammaktien und digitalen Kredit, der durch unbefristete Vorzugsaktien wie das Produkt STRC repräsentiert wird.
Das Produkt STRC soll zweistellige Renditen erzielen und die Bitcoin-Volatilität abfedern. Es hat einen anvisierten Nennwert von rund 100 US-Dollar, welcher durch milliardenschwere Rückkäufe und geplante tägliche Dividenden stabil gehalten werden soll.
Für Investoren bedeutet dies, dass künftige Bitcoin-Käufe möglicherweise mit einer geringeren Verwässerung der Stammaktien verbunden sein könnten. Gleichzeitig stellen die festen Ansprüche der Vorzugsdividenden neue Verpflichtungen dar, die vor den Stammaktionären rangieren.




