Commodity Futures Trading Commission Chair Michael Selig hat angekündigt, den Rechtsstreit mit US-Bundesstaaten bis vor den Obersten Gerichtshof zu tragen. Es geht um die ausschließliche Zuständigkeit für Derivatemärkte und Prognosemärkte.
Der Konflikt dreht sich um Prognosemärkte und Event-Kontrakte, bei denen auf reale Ereignisse wie Wahlen oder Wirtschaftsdaten gewettet wird. Während US-Bundesstaaten diese Angebote als Glücksspiel betrachten und mit Gesetzen oder Durchsetzungsmaßnahmen vorgehen, pocht die CFTC auf ihre exklusive Bundeskompetenz bei registrierten Börsen.
We’re prepared to fight these challenges all the way up to the Supreme Court.
Bis Ende Oktober 2026 hat die Behörde in mindestens zehn Bundesstaaten Bundesgerichtsverfahren eingeleitet. Die ersten Klagen datieren auf April 2026. Zu den betroffenen Bundesstaaten zählen unter anderem Arizona, Connecticut, Illinois und Utah.
Als rechtliche Grundlage stützt sich die CFTC auf den Commodity Exchange Act, insbesondere auf 7 U.S.C. § 2(a)(1)(A). Dieses Gesetz soll der Behörde die exklusive Zuständigkeit für Swaps und Futures an zugelassenen Börsen verleihen, wodurch Bundesrecht über widersprüchliche Landesregeln siegt.
Neben den eigenen Klagen hat die CFTC bis Ende Oktober 2026 auch Amicus-Briefs in vier Bundesberufungsgerichten und einem obersten Gerichtshof auf Länderebene eingereicht. Erste vorläufige Verfügungen zugunsten der Behörde gab es in Arizona und Illinois.
Zu den von den laufenden Verfahren betroffenen Plattformen gehören bekannte Anbieter wie Kalshi, Polymarket und Crypto.com/Nadex. Michael Selig war am 22. Dezember 2025 nach einer Nominierung durch Präsident Trump vereidigt worden.




