Anfang März 2026 präsentiert sich der Kryptomarkt mit einer Gesamtmarktkapitalisierung von 2,41 Billionen US-Dollar. Während die institutionelle Akzeptanz stetig zunimmt, herrscht eine Stimmung extremer Angst unter Anlegern, wie der Fear & Greed Index mit 14 belegt. Gleichzeitig werden Wertversprechen im Smart-Contract-Bereich kritisch hinterfragt.
Trotz der Anlegerangst schreitet die institutionelle Integration voran. Große Vermögensverwalter wie Vanguard integrieren Bitcoin-ETFs von Drittanbietern, während Unternehmen wie Coinbase und Block im S&P 500 und Nasdaq 100 gelistet sind. Bitcoin-Digital-Asset-Treasury-Unternehmen (DAT) halten über 1,1 Millionen BTC, und die US Strategic Bitcoin Reserve (SBR) besaß Ende Januar 2026 rund 325.437 BTC.
Es gibt eine massive Diskrepanz zwischen der Bewertung vieler Smart-Contract-Netzwerke und ihrer tatsächlichen geschäftlichen Nutzung. Viele sind für den Einzelhandel und Token-Handel konzipiert, nicht für regulierte, institutionelle Finanzworkflows.
Yuval Rooz, CEO von Digital Asset, erwartet eine Verschiebung hin zu einer rationaleren Wirtschaftsstruktur, die Nutzen über den Token-Preis stellt. Auch Stablecoins haben noch keine Produkt-Markt-Passung erreicht, wenn mehr als 50 % ihrer Nutzung nicht kryptobezogen ist.
Im Februar 2026 erreichten Krypto-Unternehmen mit 883 Millionen US-Dollar ein Fünfjahrestief bei der Anzahl der Deals, wobei die Finanzierung etwa 80 % unter dem Höchststand von 2022 lag. Die Konzentration liegt auf Stablecoin-Infrastruktur, Verwahrung und Compliance-Tools. Risikokapital hat sich zu einem umsatzzentrierten Ansatz verschoben.
In den USA gibt es Bemühungen um einen Bundesrahmen für Krypto-Banklizenzen. Fünf Unternehmen erhielten am 12. Dezember 2025 bedingte Genehmigungen für Bankcharter vom OCC, wobei Anchorage Digital Bank als einziges kryptonatives Unternehmen den Status einer nationalen Treuhandbank erreichte. Die traditionelle Bankenbranche widersetzt sich jedoch Plänen, die Stablecoin-Emittenten Zinsen auf ihre Token erlauben würden.




