Der Zahlungsdienstleister Stripe erlaubt es KI-Agenten ab sofort, selbstständige Zahlungen und Einkäufe zu tätigen. Der neue Dienst ging in dieser Woche für ausgewählte Nutzer in den USA an den Start.
Für die Umsetzung dieses Dienstes arbeitet Stripe mit dem KI-Shoppingdienst Instinct zusammen. Nutzer können dabei Geld für Einkäufe hinterlegen, welches im Anschluss von einer künstlichen Intelligenz ausgeführt wird.
Das eingezahlte Guthaben wird in USDC umgewandelt und in einer Wallet des Entwicklers Privy hinterlegt. Beim Händler selbst erfolgt die Abwicklung der Einkäufe am Ende als klassische Kartenzahlung.
Stripe hat sein Geschäft mit KI-Agenten und die entsprechende Infrastruktur in letzter Zeit deutlich ausgebaut, unter anderem durch Übernahmen und neue Blockchain-Projekte.
Zu den jüngsten Schritten des Unternehmens gehören die Übernahme des Stablecoin-Anbieters Bridge sowie des Wallet-Entwicklers Privy. Zudem betreibt Stripe gemeinsam mit Paradigm die auf Zahlungen ausgerichtete Blockchain namens Tempo.
Bereits im Oktober stellte der Konzern Funktionen vor, die es KI-Agenten ermöglichen, Rechnungen zu bezahlen und Überweisungen auszuführen. Auch andere Unternehmen arbeiten derzeit an Lösungen und Infrastrukturen für KI-Zahlungen.
Coinbase setzt hierbei mit x402 auf Stablecoins, während Visa und Mastercard Lösungen für KI-gestützte Käufe entwickeln. Darüber hinaus arbeiten auch Google und OpenAI an Standards für selbstständige Transaktionen durch KI-Agenten.
Nicht zuletzt beschäftigen sich auch Zentralbanken mit dem Thema. Die Europäische Zentralbank plant, ab 2027 zu untersuchen, ob Software eigenständig mit dem digitalen Euro bezahlen kann.




